Die Wettbewerbsgruppe der FF St. Andrä

wettbewerbsgruppe Erste Reihe v.l.n.r: Gruppenkommandant Peter Stockner „Kröpfler”; Maschinist Georg Wieland;

Angriffstruppführer Georg Prosch; Wassertruppführer Günther Larcher; Schlauchtruppführer Martin Frener;

Zweite Reihe: v.l.n.r: Melder Paul Larcher; Angriffstruppmann Georg Pircher; Wassertruppmann Oswald Prosch; Schlauchtruppmann Albert Pircher

Chronik der Wettbewerbsgruppe

1966 wurde in St. Andrä die erste Wettkampfgruppe des Bezirkes 5 Brixen/Eisacktal gegründet. Die Leitung dieser ersten Gruppe übernahm der damalige Zugskommandant Johann Prosch. Andrä Ellemund, Peter Jocher, Johann Mitterrutzner, Sebastian Oberrauch, Walter Pichler, Josef Piok, Friedrich Josef Pircher, Andrä Posch, Peter Priller, Michael Prosch, Peter Stockner und Franz Taschler trainierten in den Anfangsjahren mit ihrem Gruppenkommandanten Johann Prosch sehr fleißig.

Der erste Auftritt der Wettkampfgruppe war beim ersten Unterpustertaler Feuerwehrleistungswettbewerb in Bruneck am 25. Juni 1967.

Die Wettkampfgruppe beim ersten Südtiroler Feuerwehrleistungswettbewerb in Welsberg – 1969

Gruppenkommandant Johann Prosch. Erste Reihe v.l.n.r: Friedrich Josef Pircher; Peter Jocher; Walter Pichler; Andrä Ellemund.

Zweite Reihe v.l.n.r: Josef Piok; Peter Stockner; Michael Prosch; Peter Priller

Die Wettkampfgruppe trainierte weiter und erreichte in Bruneck 353 Gutpunkte im Angriff auf Bronze.

1968 wurden wieder 16 Übungen durchgeführt und am 29. September 1968 erreichte die Bewerbsgruppe beim ersten Untereisacktaler Feuerwehrleistungswettbewerb in Lajen den ersten Platz im Angriff auf Silber.

1971 fuhr die Gruppe zu Bewerben nach Neustift, Kitzbühl und Mittewald.

Bei der Florianifeier 1976 zeigte die Wettkampfgruppe ihre Künste auch in einer Schauübung der St.-Andräer-Bevölkerung.

Bei der Jahreshauptversammlung 1977 dankte Kommandant Walter Goller der Wettkampfgruppe für ihren Einsatz und betonte, “dass es schon ein großes Opfer sei, so viele Proben zu absolvieren“, und hob die Leistung bei der Teilnahme an den Landesmeisterschaften in Tramin und die Teilnahme bei den Ausscheidungswettbewerben hervor. Auch der Bezirkspräsident Johann Zingerle gratulierte der Wettkampfgruppe und bedauerte, dass sie sich bei den Ausscheidungswettkämpfen für die Feuerwehrolympiade nicht qualifizieren konnte, “was aber sehr schwierig gewesen sei.“

Nach dem frühen Tod des Gruppenkommandanten Johann Prosch übernahm Michael Prosch die Führung der Wettkampfgruppe. Die Gruppe löste sich in den späten 70er Jahren auf, aber noch heute wird unter den ehemaligen Mitgliedern echte Kameradschaft gepflegt.
Die Jahreshauptversammlung 1981 wurde vom Wehrmann Walter Pichler zum Anlass genommen, die Gründung einer neuen Wettkampfgruppe zu fordern. Im darauf folgenden Herbst wurde Michael Prosch mit der Zusammenstellung einer Wettkampfgruppe beauftragt, was ihm im Laufe des Winters auch gelang. Dieser zweiten Wettkampfgruppe gehörten Konrad Brunner, Josef Fischnaller, Roman Fischnaller, Alexander Goller, Franz Goller, Alfred Niederkofler, Karl Plattner, Konrad Profanter und Hermann Stockner an.

Die Wettkampfgruppe – 1981

Erste Reihe v.l.n.r: Alfred Niederkofler; Konrad Brunner; Konrad Profanter; Hermann Stockner; Franz Goller

Zweite Reihe v.l.n.r: Kommandant Walter Goller; Roman Fischnaller; Josef Fischnaller; Alexander Goller; Karl Plattner

Die Kommandantschaft sprach sich aber auch für die Weiterführung der alten Wettkampfgruppe als B-Gruppe aus. Im Juli 1982 war es dann soweit, die St. Andräer A- und B-Gruppe ging in Götzis/Vorarlberg an den Start, eine Woche später auch bei den siebten Südtiroler Feuerwehrleistungswettbewerben im Sarntal. Die Bewerbe im Sommer 1984 sollten vorerst die letzten sein.

In den folgenden Jahren versuchte man öfters wieder eine Gruppe zusammenzustellen, so 1987 unter der Leitung von Franz Goller, diese Gruppe sollte aus alten und neuen Mitgliedern bestehen. 1988 wollte man am Landesfeuerwehrleistungsbewerb in Sand in Taufers teilnehmen, Konrad Profanter machte sich die Mühe einige Kameraden zu überzeugen, der Versuch scheitere aber. Immer wieder wurde bei den Jahreshauptversammlungen eine Bewerbsgruppe gefordert, aber es fanden sich in diesen Jahren nur fünf bis sechs Mann, neun Wehrmänner sind aber vonnöten, um eine Gruppe ohne Reserve zu führen.

Ein weiterer Anlauf zur Gründung einer Wettkampfgruppe gelang 1991, für die Fahrt nach St. Andrä – Lungau Ende Mai zum dortigen Jubiläumsbewerb anlässlich des 100jährigen Bestehens der örtlichen Wehr. Eine Wettkampfgruppe bestehend aus den Wehrmännern der beiden alten Gruppen wurde rekrutiert. Der Erfolg, ein erster Platz in der Gästekategorie gab allen Bemühungen Recht.

Bei der Florianifeier 1992 wurde die heutige Wettkampfgruppe gegründet, ihre ersten Mitglieder waren: Alexander Hofmann, Günther Larcher, Peter Mitterrutzner, Hermann Oberhauser, Albert Pircher, Michael Profanter, Rudolf Profanter, Oswald Prosch, Georg Schatzer und Georg Wieland.

Die neugegründete Wettkampfgruppe – 1992

Erste Reihe v.l.n.r: Peter Mitterrutzner; Oswald Prosch; Alexander Hofmann;

Zweite Reihe v.l.n.r: Georg Schatzer; Günther Larcher; Rudolf Profanter; Hermann Oberhauser;

Michael Profanter; Georg Wieland; Albert Pircher

Im ersten Jahr reichte es zwar noch zu keinem Pokal beim Leistungswettbewerb, sehr wohl aber zu einem beim Seilziehen, das als Rahmenprogramm beim Bezirksfeuerwehrleistungsbewerb in Steinhaus angeboten wurde.

1994 musste die alte Gruppe als B-Gruppe wieder aktiviert werden, denn in Roßdorf/Hessen stand der dritte internationale Feuerwehrleistungswettkampf auf dem Programm und die aktive A-Gruppe wollte zur selben Zeit am 13. Landesfeuerwehrleistungsbewerb in Niederdorf teilnehmen. Die B-Gruppe erreichte in Rossdorf – Hessen 380,8 Gutpunkte und den ersten Rang in ihrer Kategorie.

1998 fand in St. Andrä ein Bezirksfeuerwehrleistungsbewerb statt, dabei erreichte die heimische Wettkampfgruppe beim Angriff auf Bronze den zweiten und auf Silber den 17. Platz.

1999 belegte die Wettkampfgruppe in Niederrasen den hervorragenden ersten Platz in Silber und in Bronze reichte es noch für den vierten Platz trotz Fehlern.

Kommandant Franz Goller gab sich bei einer Versammlung überzeugt, “daß die gesamte Feuerwehr St. Andrä mit Hilfe der Wettkampfgruppe ein sehr gutes Image erworben hat und dass dafür der entsprechende Dank gebührt.“

Das größte Ziel der Wettkampfgruppe war mittlerweile die Feuerwehrolympiade 2001 in Finnland. “Bei etwas Glück und guten Resultaten ist dieses Ziel zu schaffen,“ gab man sich recht zuversichtlich.

Auch der Kommandant-Stellvertreter Michael Prosch wollte für den Landesbewerb 2000 in Natz eine B-Gruppe organisieren, was ihm anfangs auch fast vollständig gelang. Nach ein paar Trainingseinheiten, die von den „Jungen“ mit viel Einsatz und guten Ratschlägen begleitet wurden, löste sich diese Truppe krankheitsbedingt wieder auf.

Bei der Jahreshauptversammlung 2000 wurde der Wettkampfgruppe abermals für den unermüdlichen Einsatz bei den vielen Proben gedankt und auf das große Ziel, die Feuerwehrolympiade 2001 hingewiesen. Für den Ausscheidungsbewerb dazu, den Landesfeuerwehrleistungsbewerb im Juni 2000 wünschte die Versammlung viel Glück.

In Natz konnte die Gruppe dann auch in beiden Bewerben, im Angriff auf Bronze mit 400,2 und auf Silber mit 388,5 Gutpunkten ihr jeweils bestes Ergebnis erreichen. Von den Plätzen her langten diese Resultate aber nur für die dritte bzw. fünfte Platzierung und in Summe eben nur für den undankbaren fünften, konnten doch die drei Erstplatzierten nach Finnland zur Feuerwehrolympiade fahren. Es fehlten nur mickrige 4,5 Sekunden, die den großen Traum von der Teilnahme an der Olympiade platzen ließen.

Trotz der sichtlichen Enttäuschung bei allen Beteiligten fasste man im Jahr 2001 wieder den Entschluss mit vollem Einsatz weiterzumachen, um auf die nächste Ausscheidung im Jahr 2004 fit zu sein. Kommandant Franz Goller munterte die Mannschaft bei der Jahreshauptversammlung 2001 auf und meinte, “daß sich unsere Feuerwehr in ganz Südtirol durch die hervorragenden Ergebnisse der Wettkampfgruppe einen guten Namen gemacht hätte.“

Ende Juni desselben Jahres wurde die St. Andräer Bewerbsgruppe zusammen mit jener der Freiwilligen Feuerwehr Atzwang als offizielle Vertreter von Südtirol nach Waidhofen an der Ybbs – Niederösterreich eingeladen, die Unterkunft und die Verpflegung dafür übernahm die örtliche Feuerwehr. Bis zum heutigen Tag trainiert die Wettkampfgruppe weiter, um ihr schnelles und präzises Arbeiten mit anderen Bewerbsgruppen aus dem ganzen Land zu messen und hoffentlich auch bei der nächsten Feuerwehrolympiade 2005 in Kroatien international unter Beweis stellen zu dürfen.

Ab dem Jahr 2003 gelten auch für die Südtiroler Wettkampfgruppen die international einheitlichen Bewerbsbestimmungen. So starten beim Staffellauf nur mehr acht Bewerber, die Mindestpunktezahl zum Erreichen des Leistungsabzeichen wurde von 300 auf 310 angehoben.

B-Gruppen müssen ein Gesamtalter von 240 und nicht mehr 270 Jahren aufweisen. Auch im Bezug auf den Bewerterstab, die Bewerbsgeräte, die Uniformierung, den Löschangriff und den Staffellauf gibt es einige Neuerungen. Die Summe der Bestimmungen ist im Bestimmungsheft 11 „Bestimmungen für den Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen (FLA) in Bronze und Silber“ – Ausgabe 2002 des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes enthalten.

Der Wettkampfgruppe in der Formation von 2004 gehören Martin Frener, Günther Larcher, Paul Larcher, Albert Pircher, Georg Pircher, Georg Prosch, Oswald Prosch, Peter Stockner „Kröpfler“ und Georg Wieland an.